Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover entwickelten eine neue, optisch basierte Diagnosemethode bei Verdacht auf Hautkrebs.

Schwarzer Hautkrebs ist oft schwer zu erkennen und doch hochgef√§hrlich. Erkrankte Patienten sollten sich nach der Diagnose schnellstm√∂glich operieren lassen, denn das sogenannte Maligne Melanom metastiert meist schon in einem fr√ľhen Stadium.

Das Projekt MeDiOO am Hannoverschen Zentrum f√ľr optische Technologien (HOT) an der Leibnitz Universit√§t Hannover will mithilfe einer neuen Diagnosemethode erstmals schon vor einer Operation bestimmen, wie dick eine verd√§chtigte Hautl√§sion ist. So kann verhindert werden, dass zu viel gesundes Gewebe mit entnommen wird. Bisher wurde bei einer Operation viel von dem umliegenden Gewebe entfernt. Bei einer Tumordicke von beispielsweise zwei Millimetern m√ľssten rundherum zus√§tzlich zwei Zentimeter entfernt werden, um das Risiko der Metastasierung gering zu halten.

Die neue Methode zieht eine Optische Kohärenztomografie, eine Optoakustik und Messungen mit einem Raman-Spektrometer als kombinierte Untersuchungsmethoden heran. Von der Kombination der drei Methoden erhoffen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine präzise Analyse der verdächtigen Hautläsion. Als zusätzliches Referenzsystem soll die Sonographie zum Einsatz kommen.

Quelle: Pressemeldung der Leibniz Universität Hannover
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