HAMM - Der Busverkehr an Wochenenden soll den ge├Ąnderten Lebensgewohnheiten der B├╝rger angepasst werden. Ab kommenden Sommer sollen mehr Nachtbusse in alle Stadtteile eingesetzt werden. Daf├╝r soll der nur wenig nachgefragte dichte Bustakt am Samstagmorgen ausged├╝nnt werden.Eine linienscharfe Gesamtplanung hat die Stadtverwaltung gestern vorgelegt. Demnach wird k├╝nftig der dichte Takt auf den Hauptlinien an Samstagen ├╝ber 14.30 Uhr bis 18 Uhr verl├Ąngert. Dadurch werde das ├ľPNV-Angebot zu den nachfragestarken Gesch├Ąftszeiten gegen├╝ber heute nahezu verdoppelt. Der Nachtbusverkehr soll an Samstagen k├╝nftig um zwei Stunden auf 22 Uhr vorgezogen werden. Im Gegenzug sollen die Sp├Ątfahrten auf einzelnen Linien entfallen. Die Samstags-Nachtbusse sollen k├╝nftig auch Westt├╝nnen, die s├╝dliche Innenstadt und die ÔÇ×MeileÔÇť (S├╝dstra├če) anfahren. Au├čerdem sollen durch eine optimierte Linienf├╝hrung (Schleifenfahrten) die Stadtbezirke Heessen, Werries und Bockum-H├Âvel besser erschlossen werden.Das Busangebot am Sonntag soll beibehalten werden, aber durch fr├╝here Fahrten aus den Stadtbezirken zum Hauptbahnhof erg├Ąnzt werden. Dar├╝ber hinaus sollen die Wittekindsiedlung in Bockum-H├Âvel und die Krampe-Siedlung in Mitte, die bislang an Sonntagen nicht ÔÇ×bedientÔÇť werden, eine Anbindung per Taxibus erhalten.S├Ąmtliche Vorschl├Ąge sind noch nicht in Stein gemei├čelt. Weil die Anpassungen umfangreich sind, ist eine Fortschreibung des Nahverkehrsplans notwendig. Vor der endg├╝ltigen Entscheidung im Fr├╝hjahr 2014 wird ein ├Âffentliches Beteiligungsverfahren durchgef├╝hrt.F├╝r die ├änderung hat die Stadt starke Argumente: Von insgesamt 129 Fahrten am Samstagmorgen zwischen 6 und 9 Uhr wurden bei einer Fahrgastz├Ąhlung 55 Fahrten von maximal f├╝nf Fahrg├Ąsten und sieben Fahrten ├╝berhaupt nicht genutzt. Die Busse hatten eine durchschnittliche Besetzung von nur 9 Fahrg├Ąsten. Das Busangebot an den Wochenenden ist seit ├╝ber 20 Jahren nahezu unver├Ąndert und deshalb noch auf Berufs- und Sch├╝lerverkehr ausgerichtet, den es so nicht mehr gibt. Die Busse werden heute zu 80 Prozent f├╝r Freizeit-, Besuchs- und Einkaufsverkehre genutzt. 

Quelle: www.wa.de