Münster, 28. November 2013. Es war ein engagierter und dringender Aufruf zu einem verantwortungsvollen Wirtschaften: Der rasend schnelle Klimawandel mit seinen immer drastischeren Naturkatastrophen ist eine Warnung und ein deutliches Zeichen dafür, dass es in der Wirtschaft ein Umdenken geben muss. „Es ist verdammt noch mal ernst“, so lautete die engagierte Forderung des Umweltforschers Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker vor 250 Unternehmern bei der heutigen m:ut-Veranstaltung im Gut Havichhorst, Münster.

Fotoquelle: Ingo Kannenbäumer

„Was für eine Verschwendung! Was für ein Irrsinn!“ Von Weizsäcker fand in seinem Vortrag deutliche Worte: „Wir destabilisieren das Grönlandeis! Wer weiß, wie lange das noch hält?“ Er rief die anwesenden Entscheider dazu auf, ethisches Unternehmertum und Wirtschaftlichkeit als Einheit in das unternehmerische Handeln mit einzubeziehen. Nachhaltigkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen seien der Schlüssel zu einer guten Zukunft, auch für die Wirtschaft.

Bei seinem lebhaften Appell bekam er Unterstützung von einem jungen Klimaschützer-Kollegen: Der 13jährige Aaron, Sohn des Veranstalters Rainer Schlief, stellte die internationale Schülerinitiative „Plant for the planet“ vor. Das Projekt unterstützt den Plan der Vereinten Nationen, mindestens eine Milliarde Bäume anzupflanzen.

„Die Erde wird nicht mehr dieselbe sein, wenn jetzt nichts getan wird“, erklärte Aaron den anwesenden Entscheidern eindringlich.

„Genau das ist der Grund, aus dem wir die Veranstaltung machen“, erklärt m:ut-Initiator Rainer Schlief. „Es gilt, ein Netzwerk des Verantwortungsbewusstseins zu schaffen. Ressourceneffizienz ist dabei ein großes Thema, das sich nicht nur für die Welt, sondern nachweislich
auch für den einzelnen Unternehmer, immens lohnt. In Münster ist im Bundesvergleich schon sehr weit, aber es geht noch mehr.“

Damit spielt Schlief auf zahlreiche Initiativen an, die in der „Fahrradstadt“ Münster zum Schutz des Klimas ausgerufen wurden – darunter auch die Allianz für Klimaschutz, der sich bereits rund 80 Unternehmen angeschlossen haben.
Wie solche hoch gesteckten Ziele trotz verschärftem Konkurrenzdruck gemeinsam erreicht werden können, zeigte Verhandlungsexpertin Sonja Rauschütz. Die „Friedensstifterin“ verdeutlichte, wie aus gegensätzlichen Positionen durch Kooperation doch noch eine Win-Win-Situation entstehen kann.

Managementtrainer Bernhard Wolff motivierte die Anwesenden, ideenreicher zu handeln. Er präsentierte erfolgreiche Denktechniken, nannte entscheidende Faktoren für ein gutes Innovationsklima und zeigte Chancen kreativer Kommunikation auf. Durch die Veranstaltung führte WDR-Moderator Uwe Schulz.